Warum Identitätsprozesse im B2B scheitern – und wie „Zero Knowledge“ das Problem löst

sproof Ident für Identitätsprüfung

Dr. Clemens Brunner

Zuletzt geändert am: March 23, 2026

In hochgradig regulierten Branchen ist die Identitätsprüfung ein unverzichtbarer Prozessbestandteil. Viele Unternehmen investieren erheblich in KYC- und KYB-Prozesse – und verlieren trotzdem Nutzer:innen im entscheidenden Moment: beim Onboarding, bei der Registrierung oder vor dem Vertragsabschluss. Viele dieser Identitätsprozesse scheitern nicht an der Technik, sondern an der Nutzerakzeptanz und operativen Reibung.

Zu viele Daten, zu viel Reibung

Der Grund ist einfach: Nutzer:innen sind zunehmend nicht bereit, ihre vollständige Identität offenzulegen, nur um einen einzelnen Prozess abzuschließen – sei es eine Registrierung, ein Vertragsabschluss oder der Zugang zu einer Plattform.

Das führt zu zwei konkreten Problemen:

  • Abbrüche im Prozess und sinkende Conversion-Rates
  • Steigender operativer Aufwand durch manuelle Prüfungen und Supportfälle

Das unterschätzte Risiko: Data Liability

Gleichzeitig sammeln Unternehmen oft deutlich mehr Daten als notwendig – und schaffen sich damit ein zusätzliches Risiko. Jede gespeicherte Identität bedeutet Verantwortung. Ausweisdaten, Geburtsdaten oder biometrische Informationen sind nicht nur sensibel – sie sind im Kontext der DSGVO auch hochreguliert. Im Falle eines Datenlecks entstehen nicht nur Reputationsschäden, sondern potenziell erhebliche finanzielle Konsequenzen. 

Attribut-Bestätigung: Der neue Standard der digitalen Identität

Die regulatorische Entwicklung in Europa (u. a. eIDAS) zeigt klar die Richtung: Weg vom Sammeln vollständiger Identitätsdaten – hin zur Bestätigung einzelner Attribute. Genau hier setzen moderne Technologien wie Zero Knowledge Proofs an. Statt komplette Datensätze zu übertragen, wird nur noch bestätigt, dass eine bestimmte Bedingung erfüllt ist, z. B.:

  • „Unternehmen ist registriert“ 
  • „Person ist zeichnungsberechtigt“ 
  • „Person ist über 18“

Ohne Offenlegung der zugrunde liegenden Daten.

sproof Ident: Minimale Daten, maximaler Business-Nutzen

Mit sproof Ident verfolgen wir genau diesen Ansatz: Unternehmen erhalten genau die Information, die sie benötigen – und kein Byte mehr. 

Das bedeutet konkret: 

  • Keine Übertragung vollständiger Ausweisdaten 
  • Keine Speicherung unnötiger personenbezogener Informationen 
  • Stattdessen: verifizierte Ja/Nein-Attribute oder selektive Datenpunkte 

sproof Ident fungiert dabei als vertrauenswürdiger Vermittler zwischen Identitätsquelle und Service-Anbieter – unter Nutzung europäischer eID-Systeme.

Warum dieser Ansatz für Ihr Business entscheidend ist

  1. Reduziertes Haftungsrisiko
    Weniger gespeicherte Daten bedeuten weniger Angriffsfläche – und geringere regulatorische Risiken.
  2. Höhere Conversion und bessere User Experience
    Schlanke Prozesse ohne „Daten-Offenlegung“ werden schneller abgeschlossen und erhöhen die Abschlussraten.
  3. Operative Entlastung
    Automatisierte, standardisierte Verifikation reduziert manuelle Prüfungen und Supportaufwand.
  4. Zukunftssichere Compliance (eIDAS & DSGVO)
    Sie erfüllen regulatorische Anforderungen, ohne in datenintensive Altmodelle zu investieren.
  5. Skalierbarkeit durch Integration
    Über den sproof eID Hub lassen sich zahlreiche europäische Identitätsanbieter anbinden – mit Unterstützung für selektive Datenfreigabe.

Weniger Daten. Mehr Effizienz. Weniger Risiko. 

Identitätsprüfung im B2B muss kein Kosten- und Risikofaktor sein. Wer heute auf Datenminimierung und attributbasierte Verifikation setzt, reduziert nicht nur regulatorische Risiken, sondern verbessert gleichzeitig Conversion und Prozesseffizienz.

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